Die Korallenkuppe in 12 Metern, die Similan-Tauchen prägt
23 เมษายน 2569
East of Eden vor Similan-Insel 7 bietet Hirschgeweih-Korallen, Schildkröten und Leopardenhaie auf einem sanften Hang. Tauchprofil, Kosten und beste Saison im Überblick.
Wo die Festmacherleine endet, beginnt das Riff
Zwölf Meter unter der Oberfläche, am Fuß einer Mooringleine vor Similan-Insel Nummer sieben, erhebt sich ein Korallenhügel von der Größe eines Lieferwagens aus weißem Sand. Hirschgeweih-Korallen verzweigen sich in blassem Violett. Orangefarbene Becherkorallen bedecken jede vertikale Fläche. Glasfische stehen so dicht in den Überhängen, dass sie das einfallende Sonnenlicht verdunkeln. Dieser eine Hügel beherbergt mehr sichtbare Arten als mancher vollständige Tauchplatz im Golf von Thailand. Und East of Eden besteht nicht aus einem einzelnen Hügel — die gesamte Ostflanke von Koh Pa Yu ist auf mehreren hundert Metern mit solchen Formationen übersät.
Topografie der Ostseite
Koh Pa Yu liegt im Zentrum der Similan-Inseln, etwa 65 Kilometer vor der Küste von Khao Lak. Die westlichen Flanken der Inseln sind geprägt von gewaltigen Granitblöcken und Durchschwimmgängen am Elephant Head sowie den Weichkorallen am Christmas Point. Die Ostseite erzählt eine andere Geschichte: Die Inseln selbst schirmen die vorherrschende Dünung ab, sodass Hartkorallen in ruhigem, sonnendurchflutetem Wasser gedeihen.
Das Riff von East of Eden beginnt im Flachwasser zwischen drei und fünf Metern mit Tischkorallen und kleinen Hirschgeweih-Kolonien. Zwischen 8 und 15 Metern tauchen große Korallenblöcke (Bommies) auf — gerundete Riffhügel, besiedelt von Weichkorallen, Schwämmen, Seeanemonen und dichten Schwärmen von Fahnenbarsche und Riffbarsche. Die größten erreichen zwei bis drei Meter Höhe. Unter 20 Metern geht das Riff in Sandboden über, wo einige der größten Gorgonien-Fächer der Similans wachsen. Leopardenhaie ruhen gelegentlich reglos auf dem Sand.
Hartkorallen — Vielfalt nach der Krise
Die Vielfalt der Hartkorallen ist das Markenzeichen dieses Tauchplatzes. Im Nordabschnitt dominieren Hirschgeweih-Korallen (Acropora), deren verzweigte Struktur Jungfischen Schutz bietet. Tischkorallen breiten im mittleren Bereich breite Platten aus. Hirnkorallen, krustenbildende Porites und Blaukorallen (Heliopora coerulea) füllen die Lücken.
Der Mu-Ko-Similan-Nationalpark verlor 1998 und 2010 durch Korallenbleiche schätzungsweise 90 Prozent seiner Korallen. Bis 2019 erklärte die Parkbehörde die Riffe für nahezu vollständig erholt. East of Edens geschützte Lage auf der Leeseite von Koh Pa Yu — mit guter Strömung und geringer Tiefe — begünstigte die Erholung.
- Dominante Hartkorallen: Hirschgeweih (Acropora), Tischkorallen, Hirnkorallen, Blaukorallen, krustenbildende Porites
- Weichkorallen: Dendronephthya (Baumweichkorallen), Becherkorallen, Röhrenkorallen
- Wirbellose: Tonnenschwämme, Riesenseeanemonen mit Anemonenfischen, Weihnachtsbaumwürmer
- Gorgonien: Große Fächerkorallen ab 20 m — zu den größten der Similans
Fischarten — eine Liste ohne Ende
Ein einziger Durchgang über das Bommie-Feld in 10 bis 15 Metern bringt routinemäßig mehr als zwei Dutzend Fischarten zum Vorschein. Orientalische Süßlippen hängen reglos unter Korallenvorsprüngen. Schwärme von Gelbschwanz-Füsilieren ziehen in silbernen Bändern vorbei. Pfauen-Kaiserfische — elektrisch blau und orange — picken an Schwammgewächs.
Für Makrofotografen bietet der Platz reichlich Material. Purpurne Feuergrundeln schweben über Sandflächen am Riffrand. Anglerfische tarnen sich perfekt auf schwammbewachsenem Gestein. Riesenmuränen und Gelbrand-Muränen schauen aus Spalten hervor.
- Schwarmfische: Gelbschwanz-Füsiliere, Blaustreifen-Schnapper, Großaugen-Stachelmakrelen
- Riffbewohner: Orientalische Süßlippen, Pfauen-Kaiserfisch, Clarks Anemonenfisch, Gelbe Pinzettfische
- Bodenbewohner: Leopardenhaie auf Sand, Blaupunktrochen, Kuhl-Stechrochen
- Makro: Purpurne Feuergrundeln, Anglerfische, Nacktschnecken, Weihnachtsbaumwürmer
- Durchzügler: Echte Karettschildkröten, Grüne Meeresschildkröten, Seeschlangen, gelegentlich Adlerrochen
Meeresschildkröten gehören zu den regelmäßigen Höhepunkten. Echte Karettschildkröten fressen Schwämme an den Bommies, Grüne Meeresschildkröten grasen Algen auf dem Riffdach ab. Die Sichtungsrate liegt unter den höchsten im zentralen Similan-Gebiet.
So planen Sie den Tauchgang
Die meisten Liveaboards und Tagesboote machen am Nordende des Platzes fest. Das Standardprofil driftet südwärts entlang des Hangs, verweilt zwischen 10 und 18 Metern in der Bommie-Zone und steigt dann allmählich für den Sicherheitsstopp über dem flachen Riffdach auf. Mit diesem Tiefenprofil sind an Pressluft 50 bis 60 Minuten Grundzeit möglich — deutlich mehr als an Tieftauchplätzen wie dem Koh-Bon-Pinnakle oder dem Koh-Tachai-Pinnakle.
Die Strömung ist in der Regel schwach — einer der Gründe, warum der Platz auch weniger erfahrenen Tauchern offensteht. Gelegentlich nimmt die Strömung zu, sodass auf dem Rückweg gegen sie angekickt werden muss. Tauchguides planen Routen mit der Strömung und kehren über die flachen Bereiche zurück. Für optimales Licht auf den Bommies eignen sich Morgentauchgänge zwischen 08:00 und 10:00 Uhr, wenn die Sonne direkt von Osten auf den Hang scheint.
- Tiefe: 5–30 m (Hauptinteresse bei 8–20 m)
- Strömung: Meist schwach, gelegentlich mäßig
- Sichtweite: Typisch 20–35 m, Hochsaison 30–40 m (Dez.–Apr.)
- Wassertemperatur: 28–30 °C
- Empfohlenes Brevet: Open Water und höher
- Bestes Licht: Morgentauchgang, 08:00–10:00
- Grundzeit bei 15 m auf Pressluft: 50–60 Minuten
Anreise und Kosten
East of Eden liegt im Mu-Ko-Similan-Nationalpark. Die Anreise erfolgt per Boot von Khao Lak (ca. 90 Minuten mit dem Speedboot) oder Phuket (2–3 Stunden). Fast jedes Similan-Liveaboard und die meisten Mehrtauch-Tagestouren ab Thap-Lamu-Pier beinhalten diesen Platz.
- Parkeintritt: 400 THB für Ausländer (pro Zugang)
- Liveaboard-Nationalparkgebühr: Ca. 2.300 THB (Mehrtagespass)
- Tagestour ab Khao Lak (2 Tauchgänge): Ab ca. 6.150 THB inkl. Parkgebühr und Ausrüstung
- Liveaboard: 2-Nächte-Tour ab ca. 12.000 THB; 4-Nächte-Tour mit Similan, Koh Bon und Richelieu Rock ab ca. 20.000 THB
- Saison: 15. Oktober – 15. Mai (Schließung während des Südwestmonsuns)
Der Park begrenzt die tägliche Besucherzahl im gesamten Archipel auf 3.325 Personen. Für Taucher wird diese Grenze selten zum Engpass, doch in der Hochsaison (Januar–März) ist frühzeitige Buchung ratsam.
Beste Reisezeit und Naturschutz
Die Similan-Saison gliedert sich in zwei Phasen. Die Frühsaison (Mitte Oktober bis November) bringt wärmeres Wasser und weniger Besucher, aber gelegentlich reduzierte Sichtweiten durch Sedimente nach dem Monsun. Die Hochsaison (Dezember bis April) liefert das klarste Wasser mit Sichtweiten regelmäßig über 30 Meter. Februar und März der Saison 2025–2026 waren besonders stark: ruhige See, minimale Strömung an den geschützten Ostplätzen und Sichtweiten stabil zwischen 30 und 40 Metern.
East of Eden wird zeitweise zum Schutz der Korallen vorübergehend gesperrt. Die fünfmonatige jährliche Monsunschließung (15. Mai – 14. Oktober) ist das wirksamste Schutzinstrument: Null Bootsverkehr, null Ankerwürfe, null Taucherkontakt über ein halbes Jahr. Von 90 Prozent Verlust bis zur nahezu vollständigen Erholung in weniger als zehn Jahren — das belegt, dass das Modell funktioniert.




























