40 Meter Granittunnel: Warum Elephant Head einen zweiten Tauchgang verdient
23 เมษายน 2569
Elephant Head Rock verbirgt zwischen den Similan-Inseln 7 und 8 Thailands komplexestes Labyrinth aus Durchschwimmgängen — ein Tauchgang reicht nie.
Drei Felsen und ein freier Abstieg
Zwischen den Similan-Inseln 7 und 8 durchbrechen drei Granitfelsen die Wasseroberfläche. Der östlichste — schief, massiv, in seiner Silhouette einem Elefantenkopf ähnlich — gab Elephant Head Rock seinen Namen. Auf Thai heißt der Fels „Hin Pousar". Unter Wasser vervielfacht sich die Szenerie: Dutzende aufeinandergestapelte Granitblöcke reichen vom Sandgrund auf 40 Metern bis über die Wasseroberfläche und bilden ein vertikales Labyrinth aus Durchschwimmgängen, Bögen und Höhlen, das sich von 5 bis über 30 Meter Tiefe erstreckt.
Es gibt hier keine Festmacherleine. Taucher müssen sofort nach dem Einstieg auf etwa 25 Meter frei abtauchen. Wer an der Oberfläche zögert, wird von der Strömung vom Tauchplatz abgetrieben. Dies ist einer der Gründe, warum Elephant Head als der anspruchsvollste — und lohnendste — Tauchplatz der Similan-Kette gilt.
Das Granitlabyrinth
Man stelle sich ein Würfelspiel von Riesen vor, eingefroren mitten im Wurf. Granitblöcke, manche so groß wie ein kleines Haus, liegen in allen erdenklichen Winkeln übereinander und bilden Tunnel, die für zwei Taucher nebeneinander breit genug sind, bis hin zu Spalten, durch die man nur einzeln kommt. Sonnenlicht fällt in wandernden blau-weißen Strahlen durch die Ritzen, und rosa und violette Weichkorallen überziehen die Decken der Durchgänge.
- Oberfläche: 3 große Granitfelsen ragen aus dem Wasser
- Lage: Offenes Wasser zwischen Insel 7 (Koh Payu) und Insel 8 (Koh Similan), ca. 1,5 km vor der Küste
- Tiefenbereich: 5–40 m (Sporttauchen), über 50 m am Sandhang
- Haupt-Durchschwimmgänge: 12–25 m, kleinere Durchgänge ab 5 m
- Meeresgrund: Sand auf 40 m, zum äußeren Rand hin abfallend
- Festmacher: Keine — freier Abstieg erforderlich
Strömung und Bedingungen
Elephant Head liegt im offenen Wasser und ist dem Gezeitenstrom der Andamanensee voll ausgesetzt. Bei Springtide — um Voll- und Neumond — erreicht die Strömung ihre größte Stärke. An ruhigen Tagen schiebt ein sanfter Drift durch die Durchschwimmgänge; an Tagen mit starker Strömung kostet das Gegenankämpfen viel Luft, und weniger erfahrene Taucher können gegen Felsen gedrückt oder ganz vom Tauchplatz abgetrieben werden.
- Strömung: Schwach bis stark; am stärksten bei Springtide
- Sichtweite: Normalerweise 20–30 m; Dezember–April 30–40 m
- Wassertemperatur: 28–30 °C während der gesamten Saison
- Tauchsaison: 15. Oktober – 15. Mai jährlich
- Beste Monate: Februar–März, ruhige See und beste Sicht
Die Bewohner des Labyrinths
Weichkorallen und Gorgonien überziehen die Wände der Durchschwimmgänge in dichten Polstern — Orange, Tiefrot, Violett — und wiegen sich im Strom, der zwischen den Felsen hindurchzieht. Die meisten Taucher richten hier zuerst die Kamera auf die Korallen, und sie sind jedes Bild wert. Der eigentliche Magnet von Elephant Head aber sind die Haie. Leopardenhaie (Zebrahaie in der Fachsprache) ruhen auf sandigen Simsen zwischen den Felsen. Weißspitzen-Riffhaie patrouillieren an den Ausgängen der Durchschwimmgänge, Schwarzspitzen-Riffhaie kreuzen entlang der Grenze zwischen Fels und offenem Wasser.
Neben den Haien beherbergen die Felsspalten eine überraschend reiche Makrowelt. Rotfeuerfische hängen kopfüber unter Überhängen. Spinnenkrabben klammern sich an Gorgonien. Blauringkaiserfische und McCosker's Flasher-Lippfische sorgen im Mittelwasser für Farbe. Schwärme großäugiger Schnapper und jagende Stachelmakrelen ziehen durch die obere Wassersäule — manchmal so dicht, dass sie das Licht von oben dimmen.
Gegen Saisonende, von März bis Mai, zieht Elephant Head gelegentlich pelagische Besucher an. Mantarochen wurden an den äußeren Felsen gesichtet, und Walhaibegegnungen sind selten, aber dokumentiert. Der zuverlässigere Manta-Spot ist Koh Bons Felsnadel, aber die Tiefe und Strömung von Elephant Head locken ebenfalls Großfische an.
Für wen ist dieser Tauchplatz geeignet?
Dies ist kein Anfänger-Tauchplatz. Freier Abstieg, starke Strömungen, Overhead-Umgebungen in den Durchschwimmgängen und Tiefen, die regelmäßig 25 Meter überschreiten — all das zusammen macht Elephant Head zu einem klar fortgeschrittenen Tauchplatz. Die meisten Tauchbasen empfehlen mindestens eine Advanced-Open-Water-Zertifizierung, solides Tarierverhalten und mindestens 30 geloggte Tauchgänge.
Nitrox (EANx32) lohnt sich. Ein typisches Tauchprofil liegt bei 18–25 Metern für 45–50 Minuten. Das angereicherte Atemgas verlängert die Nullzeit und schafft Sicherheitsreserven bei Wiederholungstauchgängen — besonders wichtig für Liveaboard-Taucher, die drei bis vier Tauchgänge pro Tag absolvieren. Die Standard-Liveaboard-Route führt neben Elephant Head auch zu Christmas Point, East of Eden und weiter nördlich zu Koh Tachais Felsnadel und Richelieu Rock.
Anreise zu Elephant Head
Elephant Head Rock ist nahezu ausschließlich per Liveaboard erreichbar. Tagesausflüge ab Khao Lak bringen Taucher in 60–90 Minuten per Speedboot zu den Similan-Inseln, doch die meisten Tagesanbieter steuern die östlichen, windgeschützten Tauchplätze an — East of Eden, Anita's Reef — die ruhiger und für gemischte Gruppen geeignet sind. Elephant Head liegt auf der Westseite zwischen den Inseln 7 und 8 und ist ein fester Stopp auf der mehrtägigen Liveaboard-Route von Khao Lak über die Similans, Koh Bon, Koh Tachai bis Richelieu Rock.
In der Saison 2025–2026 beträgt die Nationalparkgebühr für ausländische Besucher 400 THB, die zusätzliche Taucher-Marineparkgebühr für Liveaboard-Gäste etwa 2.300 THB. Tagesausflüge ab Khao Lak (zwei Tauchgänge an einfacheren Plätzen) beginnen bei rund 6.150 THB. Liveaboard-Preise variieren stark je nach Bootsklasse und Reisedauer — Dreinacht-Touren auf der Similan-Richelieu-Route sind das gängigste Format, und viele Boote sind für das Februar-März-Fenster Monate im Voraus ausgebucht.
Tauchplanung: Das Labyrinth optimal nutzen
Ein einziger Tauchgang an Elephant Head fühlt sich selten nach genug an. Das Felslabyrinth ist groß genug, um zwei Tauchgänge auf völlig unterschiedlichen Routen zu absolvieren — einer durch die tiefen Durchschwimmgänge bei 20–25 Metern, ein anderer auf 10–15 Metern durch die oberen Bögen und über die korallenbedeckten Felsköpfe. Liveaboards, die einen zweiten Tauchgang an Elephant Head anbieten — oft frühmorgens, wenn die Strömung tendenziell schwächer ist — sind die Buchung wert.
Fotografen sollten sich auf wenig Umgebungslicht in den Durchschwimmgängen einstellen. Ein Weitwinkelobjektiv und Doppelblitze sind Standardausrüstung — die Felstunnel rahmen Taucher vor dem blauen Wasserausgang ein, eine Komposition, die an anderen Andamanen-Tauchplätzen kaum zu erreichen ist. Die Gorgonien-Fächer bei 15–20 Metern, im Gegenlicht der durch Felsspalten fallenden Sonne, liefern die ikonischsten Aufnahmen dieses Platzes.
Sicherheitstechnisch ist es hier wichtiger als an offenen Riffen, den Sichtkontakt zum Buddy zu halten. Das Labyrinth erzeugt tote Winkel, und die Strömung kann sich mitten im Tauchgang ändern. Eine Signalboje (SMB) ist unverzichtbar — wer zwischen den Felsen in offenem Wasser auftaucht, während oben Boote fahren, braucht ein sichtbares Signal. Das Februar-März-Fenster bietet die beste Kombination aus ruhiger See, hoher Sichtweite und warmem Wasser — der ideale Zeitpunkt für einen ersten Besuch in Elephant Heads Granitlabyrinth.




























