Shark Point (Hin Musang) — Phukets bester Tauchplatz im kompletten Guide
14 เมษายน 2569
27 km vor Phuket liegt das Meeresschutzgebiet Shark Point mit Leopardenhaien, drei Felsnadeln und spektakulärer Artenvielfalt. Saison, Anreise und Tipps aus echten Tauchgängen.
Ein Meeresschutzgebiet 27 Kilometer vor Phuket
Shark Point — auf Thailändisch Hin Musang — liegt etwa 27 Kilometer östlich der Chalong-Bucht und besteht aus drei Kalkstein-Felsnadeln, die aus dem Meeresboden aufragen. Die thailändische Regierung hat das Gebiet zum Meeresschutzgebiet erklärt: Fischen und Ankern sind hier streng verboten. Das Ergebnis ist ein Unterwasser-Ökosystem, das sich ungestört entfalten konnte — mit üppigen Korallen, dichten Fischschwärmen und einer Artenvielfalt, die man anderswo um Phuket vergeblich sucht.
Warum Taucher wegen der Leopardenhaie immer wiederkommen
Der eigentliche Star von Shark Point ist der Leopardenhai, auch Zebrahai genannt. Diese eleganten, bis zu zweieinhalb Meter langen Tiere ruhen tagsüber bevorzugt auf dem Sandboden in 18 bis 22 Metern Tiefe. Ihr Temperament ist ausgesprochen ruhig — wer sich langsam und ohne hektische Bewegungen nähert, kann sie aus nächster Nähe beobachten. Entscheidend ist, die Haie nicht zu verfolgen. Wer geduldig wartet, wird oft belohnt, denn die neugierigen Tiere kommen von selbst näher. Für viele Taucher ist diese Begegnung der Höhepunkt eines jeden Phuket-Tauchurlaubs, und der Grund, warum sie Jahr für Jahr wiederkommen.
Die drei Felsnadeln — Was jede einzelne bietet
Die erste Felsnadel durchbricht die Wasseroberfläche und ist schon von Weitem sichtbar. Im Flachwasserbereich tummeln sich Makro-Lebewesen: Nacktschnecken in leuchtenden Farben, Anglerfische, Garnelen und winzige Krebstiere zwischen den Weichkorallen. Unterwasserfotografen kommen hier voll auf ihre Kosten.
Die zweite Felsnadel ist das Herzstück des Tauchplatzes. Hier, in 18 bis 22 Metern Tiefe, liegen die Leopardenhaie auf dem Sandboden. Große Gorgonien-Fächer und Fassschwämme säumen die Felswände und bieten einen spektakulären Hintergrund.
Die dritte Felsnadel ist die tiefste und am wenigsten besuchte. Wer den Weg hierhin findet, wird mit absoluter Ruhe belohnt — keine anderen Tauchergruppen, dafür oft überraschende Begegnungen mit scheuen Meeresbewohnern.
Meereslebewesen, die man tatsächlich sieht
- Leopardenhaie (Zebrahaie) — die Hauptattraktion, ruhend auf dem Sandboden
- Barrakuda-Schwärme — oft in eindrucksvollen Formationen im Freiwasser
- Seekraits (Plattschwanz-Seeschlangen) — giftig, aber nicht aggressiv
- Muränen — verschiedene Arten, die aus Felsspalten hervorlugen
- Rotfeuerfische — mit ihren auffälligen Flossenstrahlen kaum zu übersehen
- Nacktschnecken (Nudibranchia) — in Dutzenden Farben und Formen
- Sepien (Tintenfische) — Meister der Tarnung mit faszinierenden Farbwechseln
- Skorpionfische — perfekt getarnt auf dem Riff, Vorsicht beim Anfassen!
Beste Zeit zum Tauchen am Shark Point
Die Tauchsaison erstreckt sich von November bis April, wobei November bis Februar die besten Bedingungen bieten. In diesen Monaten erreicht die Sichtweite 25 bis 30 Meter, und die Wassertemperatur liegt angenehm bei 28 bis 29 Grad Celsius. Die Strömungen sind in der Regel moderat und berechenbar.
Während der Monsunzeit von Mai bis Oktober fahren die meisten Tauchboote Shark Point nicht an. Die See ist dann oft rau, die Sichtweiten eingeschränkt und die Strömungen unberechenbar. Wer seinen Tauchurlaub um Shark Point planen möchte, sollte daher unbedingt die Saison zwischen November und April wählen.
Anreise von Phuket
Die Fahrt mit dem Tauchboot ab Chalong-Bucht dauert 60 bis 90 Minuten. Die meisten Tauchschulen auf Phuket bieten Tagestouren an, die Shark Point mit anderen Tauchplätzen wie Anemone Reef oder dem King Cruiser Wrack kombinieren. Die Preise liegen typischerweise zwischen 3.500 und 5.000 Baht (rund 100 bis 140 US-Dollar) und beinhalten in der Regel zwei bis drei Tauchgänge, Ausrüstung, Mittagessen und Transfers.
Es empfiehlt sich, bei der Buchung auf die Gruppengröße zu achten — kleinere Gruppen bedeuten mehr Ruhe unter Wasser und bessere Chancen auf Leopardenhai-Sichtungen.
Praktische Tipps aus echten Tauchgängen
Ein Advanced Open Water Brevet oder vergleichbare Erfahrung wird empfohlen, da die interessantesten Bereiche in 18 bis 22 Metern Tiefe liegen. Eine Signalboje (SMB) sollte zur Standardausrüstung gehören — die Strömung kann Taucher vom Boot wegtreiben, und eine gut sichtbare Boje erleichtert das Auffinden an der Oberfläche erheblich.
An Tagen mit stärkerer Strömung ist ein Riffhaken äußerst nützlich, um sich an einer Stelle zu fixieren und die Haie in Ruhe zu beobachten. Und noch einmal: Die Leopardenhaie niemals verfolgen. Wer ruhig am Boden wartet, wird fast immer mit einer Nahbegegnung belohnt.
Shark Point — Phukets bestgehütetes offenes Geheimnis
Während die meisten Phuket-Besucher an überfüllten Stränden liegen, wartet nur eine Bootsstunde entfernt eine völlig andere Welt. Shark Point vereint alles, was einen erstklassigen Tauchplatz ausmacht: ein geschütztes Riff, verlässliche Großfisch-Begegnungen, beeindruckende Makro-Vielfalt und eine Atmosphäre, die man an populäreren Spots längst verloren hat.
Ob erfahrener Taucher oder ambitionierter Einsteiger — Shark Point gehört auf jede Phuket-Tauchliste. Planen Sie Ihren nächsten Tauchtrip auf siamdive.com und entdecken Sie, was unter der Oberfläche wartet.
























