7 Tagesausflug-Tauchplätze ab Phuket – Ehrlicher Feldguide
16 เมษายน 2569
Ehrlicher Feldguide zu den 7 Tauchplätzen, die von Phuket per Tagesboot erreichbar sind — Tiefen, Levels, was man wirklich sieht, und wo jeder Spot schwächelt.
Man braucht kein viernächtiges Liveaboard, um in der Andamanensee zu tauchen. Vom Chalong Pier bringt dich ein Tagesboot zu einer Leopardenhai-Putzerstation, einem 30-Meter-Fährenwrack oder einer vertikalen Kalksteinwand — alles vor dem Abendessen. Das hier ist der Feldguide zu den 7 Spots, die wirklich in den Phuket-Tagesplänen rotieren: was gut, was schwach, und für wen.
Alle Zeiten ab Chalong Pier. Boote laufen üblicherweise 08:00-09:15 aus und kehren 17:30-18:30 zurück, 2-3 Tauchgänge, gekochter Lunch zwischen TG 1 und 2.
1. Racha Yai — Der Trainingsplatz
Bootszeit: ~75-90 Min. südwärts Tiefe: 3-25 m Level: Open Water und höher (manche Spots für Schnuppertaucher)
Racha Yai ist die Insel, zu der Basen dich schicken, wenn anderswo die Bedingungen kippen. Bay 1 hat zwei absichtlich versenkte Wracks (Schlepper + Patrouillenboot) und ein Beton-„Unterwassermotorrad", das zu einem Foto-Klischee geworden ist. Siam Bay im Süden hat Elefantenskulpturen bei 18-22 m und Hartkorallengärten bis 25 m. Sicht ist die beste aller Tagessites — 15-25 m sind normal.
Was man sieht: Schwarzspitzenhaie beim ersten TG, Oktopus im Flachen, Muränen, gelegentlich Schildkröten, Seepferdchen wenn der Guide die Stellen kennt.
Schwach: Jede Basis taucht hier, die Bojen sind voll. Das „einfache" Profil wirkt auf erfahrene Taucher mau.
2. Racha Noi — Wo die Strömung wohnt
Bootszeit: ~2 h 15 Min. südwärts (hinter Racha Yai) Tiefe: 12-40 m Level: Advanced Open Water empfohlen
Racha Noi ist die raue Schwester. Marita's Rock und South Tip sind Granitblock-Spots mit echter Strömung — der Payoff: größere Pelagier. Manta Point im Westen trägt den Namen zurecht, Saison ist Februar-April, aber nichts garantiert. Die Blöcke beginnen bei 18 m und man rutscht ohne Blick auf die Uhr locker über 30 m.
Was man sieht: Barracuda-Schulen, Giant Trevally, saisonale Mantas, Walhaie bei Planktonblüten, Riffhaie in Sandkanälen.
Schwach: Strömung kann den Spot schließen. Lange Überfahrten — bei Seekrankheit Tabletten mitnehmen.
3. Shark Point (Hin Musang) — Die Leopardenhai-Lotterie
Bootszeit: ~90 Min. östlich Tiefe: 5-24 m Level: Open Water
Seit 1992 thailändisches Meeresschutzgebiet. Drei Kalksteinpinnakel — nur Pinnakel 1 durchbricht die Oberfläche — dicht überzogen mit violetten und pinken Weichkorallen, der Fels verschwindet. Man geht an der Boje runter und spiralt bei 18-22 m um die Pinnakel, auf der Suche nach Leopardenhaien im Sand zwischen ihnen.
Was man sieht: Leopardenhaie (beste Chance früh, im zweiten TG oft keiner), Gelbschwanz-Schnapper-Schulen, Seepferdchen, Geisterpfeifenfische, volle Weichkorallen-Palette.
Schwach: Haie sind echte Lotterie — wegen der Korallen tauchen, Haie sind Bonus. Strömung zwischen den Pinnakeln kann kräftig sein.
4. Anemone Reef (Hin Jom) — Der versunkene Pinnakel
Bootszeit: ~90 Min. östlich (direkt neben Shark Point) Tiefe: 5-26 m Level: Open Water, Advanced bevorzugt
Ein Kalksteinpinnakel, dessen Spitze 5 m unter der Oberfläche beginnt und auf 26 m abfällt, komplett mit Teppichanemonen verhüllt — jeder Quadratmeter orange, pink oder violett mit Anemonenfischen. Lokal berühmt, weil genau dieser Felsen 1997 die King Cruiser versenkt hat.
Was man sieht: Anemonendichte wie sonst nirgendwo in der Andamanensee, Feuerfische, Steinfische, Füsilier-Schulen, gelegentlich Leopardenhai-Überlauf von nebenan.
Schwach: Kein flacher Bezugspunkt abseits des Pinnakels — in Strömung leicht zu verlieren. Meist mit Shark Point kombiniert, wiederholt sich schnell.
5. King Cruiser Wrack — Die 85-Meter-Fähre
Bootszeit: ~2 h östlich Tiefe: 12-33 m (Sand auf 33 m) Level: Mindestens Advanced Open Water
Die Songserm-Fähre sank 1997 nach Kollision mit Anemone Reef, keine Todesopfer. 29 Jahre später steht sie aufrecht im Sand, 4 Decks hoch. Steuerhaus 12 m, Passagierdecks 18-22 m, Sand 33 m. Durchschwimmer auf Oberdeck mit vorsichtigem Guide möglich; Achterdeckspitze eingestürzt, Penetration verboten.
Was man sieht: Eine residierende Riesenbarrakuda, so dichte Gelbschwanz-Schulen, dass sie das Wrack verschatten, Steinfische an den Relings, Karettschildkröten, in letzten Saisons vereinzelt Bullenhaie.
Schwach: 50 Minuten auf 22 m fressen die Nullzeit schnell — Gas und Computer planen. Sicht kann in Monsun-Saison auf 5-8 m fallen.
6. Koh Doc Mai — Die vertikale Wand
Bootszeit: ~60 Min. östlich Tiefe: 5-30 m Level: Open Water
„Blumen-Insel", ein kleiner Kalksteinpfeiler 20 km östlich von Phuket. Ostwand fällt von der Oberfläche vertikal auf 30 m; Westseite sanfter Hang. Tiefe wählen, Richtung wählen, Wand entlangcruisen. Die nächste tiefe Wand ab Phuket und Ausweichoption bei Wetter, das längere Fahrten killt.
Was man sieht: Fächerkorallen-Nischen mit Tigertail- und Bargibanti-Pygmäen, wenn der Guide gut ist; Nacktschnecken im zweistelligen Bereich; Muränen; Bindenseeschlangen; gelegentlich schlafende Leopardenhaie am Wandfuß.
Schwach: Wandströmung stark und unberechenbar. Nicht für Großpelagier — Makro- und Wandtauchen.
7. Koh Phi Phi (Bida Nok, Bida Nai, Hin Bida) — Das Sichtseh-Paket
Bootszeit: ~2 h östlich Tiefe: 5-30 m Level: Open Water
Zwei Kalksteininselchen südlich von Phi Phi Leh mit Steilwänden, Durchschwimmern und Sandplateau auf 20 m. Hin Bida (Phi Phi Shark Point) ist der dritte Spot, flaches Riff mit stabiler Leopardenhai-Population auf Sand bei 18-20 m. Boote fahren üblicherweise 2 TGs an Bida + 1 TG am Shark Point oder Anemone Reef auf dem Rückweg.
Was man sieht: Leopardenhaie im Sand bei Hin Bida, morgens Schwarzspitzenhaie an Bida Nok, Schildkröten, Chevron-Barracudas in Schulen, Nacktschnecken an den Wänden, dramatische Kalksteinlandschaft über Wasser in der Oberflächenpause.
Schwach: Phi Phi ist Massentourismus — Speedboote über einem, volle Bojen November-April. Oberflächenpausen in Maya Bay sind ein Zoo.
Praxis: Tag und Boot wählen
Hauptsaison Mitte Oktober-Ende April. See am glattesten Dezember-März. Mai bis Mitte Oktober ist Monsun — manche Sites schließen, Racha Noi fährt selten, aber King Cruiser und Shark Point tauchbar in guten Wetterfenstern, Boote zum halben Preis.
Die meisten Basen fahren 5-Tage-Rotation: Racha Yai+Noi / King Cruiser+Shark Point+Anemone / Phi Phi+Bida / Koh Doc Mai+Shark Point / Wiederholen. Mit 3 Tagen: Racha + Wracktag + Phi Phi. Mit 5: Makro-Tag an Koh Doc Mai hinzufügen.
Boot wählen, das Gruppen auf 4 pro Guide begrenzt, Sauerstoff und funktionierendes O2-Kit an Deck führt und ein richtiges Briefing mit Site-Map gibt. Das eliminiert etwa zwei Drittel der Billig-Optionen in Chalong.
Für Planung, Basen-Vergleich und saisonale Bedingungen in der gesamten Andamanensee veröffentlicht siamdive.com wöchentliche Updates von Phuket-basierten Tauchern.
Fazit: Phuket-Tagestauchen ersetzt nie ein Similan-Liveaboard — muss es auch nicht. Sieben Sites, jede mit einem echten Grund, ins Wasser zu gehen, alle in Sonnenaufgang-bis-Sonnenuntergang-Reichweite.
























